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Regionales Lungenkrebszentrum Halle (Saale)

Regionales Lungenkrebszentrum Martha Maria Halle-Dölau - St. Elisabeth und St. Barbara Halle

Das Zentrum

Die Diagnose Lungenkrebs ist für jede Betroffene und jeden Betroffenen ein tiefer Einschnitt im Leben. Mehr als 50.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs - bei Frauen der dritthäufigste, bei Männern der zweithäufigste bösartige Tumor. Trotz der großen Fortschritte der medizinischen Wissenschaft auf dem Gebiet der Krebserforschung und Krebsbehandlung, gerade in den letzten Jahren, führt eine solche Diagnose verständlicherweise zu tiefer Verunsicherung und Ängsten.

Um eine bestmögliche Versorgung mit einer individuellen Therapie bieten zu können, haben wir am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) GmbH ein Lungenkrebszentrum gegründet. In diesem Zentrum bieten wir durch die enge Verzahnung ambulanter und stationärer Strukturen das gesamte Behandlungsspektrum „unter einem Dach“ an.

Im Lungenkrebszentrum sind alle für die Behandlung beteiligten Fachrichtungen integriert. Das Zentrum besteht aus Ärzten der Kliniken am Krankenhaus und niedergelassenen Fachärzten. Ein individueller Therapieplan wird für jeden Betroffenen im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt und im Anschluss umgesetzt. In jeder Phase der Erkrankung wird der Patient medizinisch und psychologisch begleitet. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit sich als Patient an zahlreichen Studien zur Therapie zu beteiligen.

Zusätzlich bietet das Zentrum allen Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit zur Einholung einer neutralen Zweitmeinung.

Regionales Lungenkrebszentrum Martha Maria Halle-Dölau - St. Elisabeth und St. Barbara Halle

Mauerstraße 5
06110 Halle (Saale)

TEAM

am Standort St. Elisabeth und St. Barbara

Ralf Heine
Maximilian Breyer

Nancy Unger

Dokumentationsassistentin

Sandra Häupke

Sandra Häupke

Studienassistentin

Ina Kettner

Ina Kettner

Onkologische Fachpflegekraft

Johannes Noeske

Johannes Noeske

Medizinischer Fachangestellter

Leistungen

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz findet jeden Montag, ab 15.15 Uhr am Standort Krankenhaus MM-Dölau für Primärfälle ab 2023 statt

In dieser Tumorkonferenz werden alle Patienten mit einer malignen Tumorerkrankung aus dem Lungenkrebszentrum in Anwesenheit aller Hauptbehandlungspartner (Onkologie, Pathologie, Pneumologie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin) besprochen. Die Darstellung der Befunde der bildgebenden Diagnostik erfolgt über digitale Projektion (PACS) durch die Kollegen der Radiologie. Einvernehmlich werden nach Diskussion aller Befunde weitere diagnostische Schritte und die Behandlung der Patienten festgelegt.

Die Anmeldung erfolgt durch den behandelnden Arzt (intern/ extern) schriftlich auf dem Anmeldeformular der Tumorkonferenz bis spätestens Freitag 14.00 Uhr in der Vorwoche der Tumorkonferenz bei der Dokumentationsassistentin und dem Zentrumskoordinator Hr. Breyer.

Sprechstunde Lungenkrebs
CA Dr. med. R. Heine
Dienstag & Donnerstag 14°°- 17°° Uhr
Termin nach Vereinbarung
Telefon (0345) 2 13 42 87

Bei einer diagnostizierten oder vermuteten Lungenkrebserkrankung stehen wir gerne zur Verfügung um mit Ihnen und Ihren Angehörigen weiter diagnostische Schritte bzw. mögliche Therapieoptionen zur erörtern und sie umfassend zu beraten.

Zusätzlich bieten das Lungenkrebszentrum allen Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit zur Einholung einer neutralen Zweitmeinung von ausgewiesenen Spezialisten. Einen individuellen Beratungstermin können Sie im Chefarztsekretariat unter 0345 213 42 87 vereinbaren.

  • sonographische Diagnostik (u.a. KM-Sonographie, Biopsie)
  • endoskopische Diagnostik (u.a. Bronchoskopie, transbronchiale Endosonographie (EBUS), transbronchiale Lungenbiopsie, interventionelle bronchoskopische Eingriffe bei Tumorverschluss/ Stenosen)
  • Thorakoskopie
  • Funktionsdiagnostik (u.a. Lungenfunktionsuntersuchungen, Echokardiographie und Spiroergometrie)
  • radiologische Diagnostik (u.a. Rö, MRT, CT, ct-gestützte Punktion)
  • nuklearmedizinische Diagnostik (z.B. PET, Lungenperfusionsszintigraphie)
  • histologische/ zytologische Befundsicherung und ggf. molekularpathologische Untersuchung

Die Behandlung bei Lungenkrebs besteht aus den drei Säulen Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Häufig wird eine Kombination dieser Therapieformen (sogenannte multimodale Therapie) angewandt. So kann die Therapie individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten werden. Die operative thoraxchirurgische Versorgung findet im Kooperationskrankenhaus MM-Dölau (konventionelle und minimal-invasive Chirurgie) statt.

Welche Methode jedoch letztendlich Anwendung findet, hängt im Wesentlichen vom Patienten, dem Tumorstadium und der Lokalisation ab.

Die Bestrahlung, u.a. in Kombination mit einer Chemotherapie (Radiochemotherapie), ist oftmals ein zentraler Pfeiler im Behandlungskonzept des Lungenkrebses. Hierdurch kann die Langzeitprognose des Patienten deutlich verbessert werden. Durch die Strahlentherapie ist es häufig möglich den Tumor zu verkleinern. Sämtliche Bestrahlungstherapien werden mit modernsten Geräten am Strahlentherapiezentrum Halle gGmbH durchgeführt.

Sämtliche medikamentöse Therapieformen beim Lungenkrebs (Chemotherapie, Antikörpertherapien usw.) werden in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie ambulant (Tagesklinik) oder stationär oder in kooperierenden onkologischen Praxen durchgeführt. Bei der palliativen Chemotherapie kommen immer mehr individuelle, auf den Patienten bzw. seine Tumorerkrankung zugeschnittene Therapieansätze (personalisierte Therapieformen) zur Anwendung.

Hierfür werden die speziellen, patientenbezogenen Tumoreigenschaften (z.B. Mutationen) vor Beginn der medikamentösen Therapie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau bzw. der Universitätsmedizin Halle/Saale untersucht. Die Bestimmung dieses so genannten Biomarkerprofils der Tumorerkrankung lässt Rückschlüsse auf das Ansprechen/Wirksamkeit der anzuwendenden Therapien zu.

Wesentlicher Bestandteil im Gesundungskonzept bei Erkrankung an Lungenkrebs ist eine zielgerichtete Ernährung. Dabei liegt der Fokus auf der Beseitigung von Mangelerscheinungen und der Stärkung der Immunkompetenz.

Ein kompetentes Team von Ernährungsberatern steht Ihnen auch im Rahmen der Nachsorge jederzeit bei Bedarf zur Verfügung.

Die psychologische Betreuung von Tumorpatienten und Angehörigen im Rahmen der Krankheits- und Krisenbewältigung ist uns ein Kernanliegen. Hierfür stehen dem Lungenkrebszentrum Halle/Saale mehrere ausgebildete Psychoonkologinnen zur Verfügung, die Sie oder Ihre Angehörigen von der Diagnosestellung über die Behandlungsphasen bis zur Nachsorge hin professionell begleiten können.

Weiterhin können wir Ihnen Beratungsstellen oder ambulant tätige Psychotherapeuten vermitteln.

Für die meisten Betroffenen stellt eine Krebserkrankung ein belastendendes Lebensereignis dar. Dieses geht häufig mit Angst, Sorgen, Hilflosigkeit und Depression einher. Ziel unseres psychoonkologischen Gruppenangebotes ist es, die Krankheitsverarbeitung zu unterstützen, das psychische Befinden zu verbessern, psychosoziale Ressourcen zu stärken sowie Begleit- oder Folgeprobleme der medizinischen Diagnostik oder Therapie zu mindern. Dadurch soll sich sowohl Ihre als auch die Lebensqualität Ihrer Angehörigen verbessern.

Den gruppenpsychotherapeutischen Sitzungen geht eine individuelle, vorbereitende Einzelsitzung voraus.

Die Gruppengröße beträgt bis zu 10 Patienten unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit unterschiedlichen onkologischen Erkrankungen in unterschiedlichen Stadien.

Die Gruppensitzungen finden alle zwei Wochen statt und dauern je 100 Minuten.

Die Kosten werden durch Ihre Krankenversicherung übernommen. Aus diesem Grund ist ein Überweisungsschein für die psychoonkologische Behandlung von einem ambulanten Facharzt (Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärztlicher Psychotherapeut) notwendig.

Bei Fragen oder zur Anmeldung für das Behandlungssetting melden Sie sich bitte Dienstags in der Sprechzeit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr unter 0345-2134351, E-Mail: sekretariat.ptm​@krankenhaus-halle-saale.de

 

Das Lungenkrebszentrum fördert den Kontakt zu Selbsthilfegruppen sowie Betroffenen und legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit. Wir bemühen uns, eine möglichst angenehme Atmosphäre zu schaffen, die unsere Patienten nicht nur rein medizinisch, sondern auch menschlich persönlich unterstützt.

Nach abgeschlossener Behandlung der Lungenkrebserkrankung ist eine regelmäßige Nachsorge über mehrere Jahre von immenser Bedeutung, um mögliche Krankheitsrezidive möglichst frühzeitig erkennen und erneut behandeln zu können. Die Nachsorge kann über kooperierende onkologische Schwerpunktpraxen oder über das MVZ Dr. Heine erfolgen. Sämtliche Nachsorgeuntersuchungen werden über das Lungenkrebszentrum organisiert bzw. koordiniert. Bei auffälligen Befunden im Rahmen der Nachsorge werden diese erneut in der Tumorkonferenz unseres Hauses diskutiert und die Konsequenzen festgelegt

Eine Krebserkrankung bringt neben den persönlichen Belastungen auch viele bürokratische Hürden mit sich. Schon während Ihres Krankenhausaufenthaltes wird der Sozialdienst Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Hier werden Sie zu Reha-Maßnahmen, Anschlussheilbehandlungen, zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises bzw. zur Beantragung einer Rente, zu häuslichen Versorgungsmöglichkeiten etc. beraten. Ebenso erhalten Sie Informationen zu lokalen Krebsberatungsstellen.

Die Palliativmedizin beschäftigt sich als eigenständiges Fachgebiet mit der Behandlung von Begleitsymptomen chronischer Erkrankungen.

Symptome der fortschreitenden Krebserkrankung, wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Blutarmut, Schwäche und Appetitlosigkeit etc. können durch die Palliativmedizin oftmals adäquat gelindert und der Zustand des Patienten deutlich verbessert werden. Oftmals ist eine Entlassung ins häusliche und ambulante Milieu möglich. Gemeinsam mit den Hausärzten, spezialisierten Hauskrankenpflegern und anderen Berufsgruppen (z. B. Sozialarbeitern) wird ein an den individuellen Bedürfnissen orientiertes Netzwerk gebildet, sodass die Betreuung im Falle des Fortschreitens der Erkrankung auch zu Hause sichergestellt werden kann. Das Lungenkrebszentrum kooperiert bei dieser Problemstellung eng mit der Abteilung für Palliativmedizin des Hauses sowie mit der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV). 

Sollte eine häusliche Betreuung nicht mehr möglich sein, kann eine Unterbringung in einem Hospiz organisiert werden. Das Lungenkrebszentrum kooperiert hierbei mit dem Palliativ- und Hospizzentrum Heinrich Pera.

Klinische Studien

Sie haben als Patient die Möglichkeit an folgenden Studien teilzunehmen:

Epidemiologische Untersuchung zur Belastung von Krebspatienten (Verbesserung der Erkennung des psychoonkologischen Betreuungsbedarfs bei Krebskranken)

Förderung der partizipativen Entscheidungsfindung in der geriatrischen Onkologie – ethisch verantwortungsvoll gemeinsam entscheiden.

Phase II, einarmige Studie mit Atezolizumab/Platinum/Etoposide für die Erkrankung eines fortgeschrittenem großzelligem, neuroendokrinem Karzinom der Lunge, welches nicht kurativ behandelbar ist.

Sollten Sie genauere Informationen zu den genannten Studien wünschen, wenden Sie sich bitte an unsere Studienassistenz.

verantwortlicher Studienarzt

Dr. med. B. Opitz 
Leiter Onkologisches Zentrum St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) GmbH
FA für Innere Medizin u. Hämatologie/ Onkologie, Leitender Oberarzt Medizinische Klinik III, Abt. Hämatologie/ Onkologie

b.opitz ​@krankenhaus-halle-saale.de

Studienassistenz

Sandra Häupke
Studienassistentin                                                                                                        

(0345) 213-5041(0345) 213-5359s.haeupke​@krankenhaus-halle-saale.de

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